Danach

Danach

Wie kann ein Mensch so schnell zerstören,
Was noch gestern ihm heilig und teuer,
Tod und Verachtung beschwören,
Zertreten das wärmende Feuer ?

War es Shivas ewiger Tanz
Oder der Drang aus eigenem Blute,
Als dein Schwert in stählernem Glanz
Eisig durchbohrte, was in uns lebte und ruhte ?
 

Ich fühle mich frieren in meiner Brust,
Getroffen von Tönen aus Eis.
Nie ward mir stärker bewusst:
Wir mussten beide verlieren, zahlen beide den Preis.

Leer ist’s danach.
Nur Scherben glitzern im Sand.
Was hier zu werden versprach,
verheißt kein ferneres Land

1995

 

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Letzte Aktualisierung 20.02.2010

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